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DITTSCHE –

das wirklich wahre Leben

18 Jahre lang und in über 250 Sendungen habe ich den Imbisswirt Ingo in der Grimmepreis-gekrönten WDR TV-Serie “Dittsche – Das wirklich wahre Leben” an der Seite von Olli Dittrich gespielt.

Was hat mich als Musiker und Grafiker hinter diesen Tresen und in diese Sendung gebracht? Die Antwort darauf ist relativ einfach: Olli Dittrich und ich sind schon seit vielen Jahren befreundet und hatten auch bevor ich ihn 2004 zu "Texas Lightning" holte, bereits in einigen musikalischen Formationen zusammen gespielt. Als Olli mich Ende 1999 fragte, ob ich mir vorstellen könnte, innerhalb seines neuen TV-Soloformats "Olli, Tiere, Sensationen" einige kleinere Gastrollen zu übernehmen, sagte ich spontan zu. Eine dieser Rollen war (damals schon) der Part des Imbisswirtes "Ingo". Dass diese kleinen improvisierten Schnippsel einmal den Grundstein für ein eigenständiges Format legen würden, hätte ich mir damals nie träumen lassen. 

 

Bereits 2004, im ersten Jahr seiner Ausstrahlung als Solo-Format wurde "Dittsche – das wirklich wahre Leben" mit dem Deutschen Fernsehpreis und kurz darauf mit dem Adolf Grimme Preis mit Gold ausgezeichnet. Bis heute haben wir 26 Staffeln und über zweihundertfünfzig Sendungen hinter uns gebracht. Jede Folge war ein kleines Abenteuer, j(so gut wie) jede Interaktion zwischen den Protagonisten war improvisiert, der WDR hat tatsächlich live ausgestrahlt, und das Ganze hat auch nach 18 Jahren immer noch extrem viel Spaß gemacht. Nicht nur uns, sondern auch unseren bisherigen Cameo-Prominenten: 

 

Marius Müller-Westernhagen bestellte "wie immer" und ging ohne zu zahlen, Rudi Carrell trank still in der Ecke sein Bier, Anke Engelke wünschte den Zuschauern "Frohe Weihnachten", Moritz Bleibtreu versuchte meine Zapfanlage zu reparieren, Jan Delay nahm die Mikrowelle auseinander, Bastian Pastewka verzehrte 0,3 Liter in Rekordzeit, Wladimir Klitschko hatte sich verfahren, Uwe Seeler saß auf Schildkrötes Platz, die Scorpions spielten "Wind Of Change", Thomas Gottschalk spülte Gläser, Detlef Buck blieb wortkarg, Harald Schmidt übernahm mal kurz den Laden, Toni Ailton und Daniel van Buyten brauchten Zuspruch, Bela B. hatte ne Party vor, Tim Mälzer auch, Bully Herbig kam als Darth Vader und Rafael, Sylvie van der Vaart boten Dittsche einen Traumjob an, und so weiter und so fort. Herrlich.

Ob es in 2024 wieder neue Dittsche-Folgen geben wird, ist leider äußerst fraglich. Unser Sender, der WDR scheint kein großes Interesse mehr an dem Format zu haben, was das gesamte Team unendlich schade findet. Ob es mit "Dittsche" möglicherweise an anderer Stelle einmal weitergehen wird, kann ich zu diesem Zeitpunkt auch nicht sagen.

 

Falls Sie jetzt noch tiefer in das "Dittsche"-Universum eintauchen möchten, empfehle ich Ihnen folgende Links:

Dittsche beim WDR

Alle Sendungen in der Mediathek 

Dittsche-Forum 

Dittsche-DVDs bei Amazon

Ingo-Portrait © Mathias Bothor.

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